Partner & Freunde

Schuhe

Das Bestellen von Schuhen kann sich als ziemliches Unterfangen herausstellen. Häufig passen die freudig erwarteten Treter von der Grösse her nicht oder entsprechen nicht der erwarteten Farbe oder Material.

Deshalb wollen wir – nebst Dintikon, wo sich Aestethical befindet  – auch in Zürich einen Ort schaffen, an welchem nachhaltig und unter fairen Bedingungen produzierte Schuhe befühlt und anprobiert werden können. Wir möchten zeigen, dass vegane Schuhe – entgegen vieler Vorurteile – Lederschuhen in nichts nachstehen, also weder im Komfort noch in der Optik. Dieselben visuellen und qualitativen Ansprüche erfüllen auch die Gürtel und Portemonnaies. 

Lass dich von der Vielfalt der Materialien und den tollen Designs überraschen!


Kulturlegi

Dies wird von der sozialen Organisation Caritas angeboten, die im gesamten Bundesgebiet eine grosse Auswahl an regionalen Dienstleistungen anbietet.

In der Schweiz leben Tausende von Menschen unterhalb der Armutsgrenze oder sind von Armut bedroht. Diese Menschen nehmen in begrenztem Umfang am sozialen und kulturellen Leben in der Schweiz teil und führen sogar zu sozialer Isolation.

KulturLegi wirkt dem entgegen, indem es den Menschen in dieser Situation kulturelle, pädagogische und sportliche Möglichkeiten zugänglich macht und so ihre Integration in das gesellschaftliche Leben fördert.

Fairändern ist ein Projekt, das nicht nur die soziale Integration, sondern auch eine bewusstere Entwicklung als Gesellschaft anstrebt. Wenn du uns im Laden besuchst, bekommst du nicht nur Rabatte auf einige Artikel (viele von ihnen werden kostenlos oder mit einer bescheidenen Spende angeboten), Fairändern bietet auch den Raum für Gespräche und versucht zu informieren und das Bewusstsein zu schärfen, über so wichtige Themen wie Klimawandel und nachhaltigen Lebensstil und/oder Ungerechtigkeiten, die nicht nur den Menschen, sondern jedes Lebewesen auf diesem Planeten belästigen.

Stipendium

Kurz nach unserem Atelier-Einzug erhielten wir eine von der AOZ weitergeleitete Nachricht der Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich. Die Stiftung hatte Stipendien für “BrückenbauerInnen” zu vergeben. 

Im christlichen Sinne (und auch in den anderen monotheistischen Religionen) spielen die Tiere eine dem Menschen untergeordnete Rolle. Als Nicht-Speziesistinnen hat für uns jedes Leben denselben Wert – warum streicheln wir unsere Hunde, während wir Schweine essen und die Haut von Kühen tragen?

Der Mensch, der biologisch betrachtet ebenfalls ein Tier ist, hat natürlich andere Bedürfnisse als die nicht-menschlichen Tiere. Auch unterscheiden sich die Bedürfnisse der nicht-menschlichen Tiere untereinander, da sie auch unterschiedliche Eigenschaften und Gewohnheiten haben. Aber allen fühlenden Lebewesen gemein ist das Streben nach Leben, Freiheit und Unversehrtheit. Auf diesen gemeinsamen Bestrebungen basierend, ergibt sich im anti-speziesistischen Sinne das Recht, diese Bedürfnisse zu achten. Doch vom Menschen werden diese Rechte durch den Konsum tierischer Produkte nicht anerkannt. Oft wird argumentiert, dass es in der “Tierwelt” auch das Fressen und Gefressenwerden gäbe. Das Recht des Stärkeren, die Nahrungskette. Doch im Unterschied zu den nicht-menschlichen Tieren ist der Mensch ein Vernunftwesen und hat damit eine Wahlmöglichkeit. Aus dieser Wahlmöglichkeit resultiert eine Fairantwortung gegenüber den schwächeren Mitgliedern unserer Gesellschaft. Auch die Tiere gehören dieser Gesellschaft an. Raubtiere, wie beispielsweise der Löwe, sind biologisch auf Fleisch programmiert, ihre Zähne, ihre Krallen, ihr Verdauungstrakt und ihre Augen sind die von Karnivoren. Beim Menschen ist dies nicht so. Im 21. Jahrhundert in unserer Wohlstandsgesellschaft haben wir Menschen die Möglichkeit uns vollwertig und ausgewogen pflanzlich zu ernähren. Mit der Möglichkeit kommt die Pflicht, die Fairantwortung. Gegenüber den Tieren und unserer Umwelt. Und auch gegenüber anderen Menschen, die ein weniger gutes Los gezogen haben. Denn der Welthunger ist ein Problem der Ressourcenverschwendung und der -verteilung. Gemäss Jean Ziegler könnte die Erde 12 Milliarden Menschen ernähren – pflanzlich, also ohne die immense Kalorienverschwendung, die resultiert, wenn Getreide zuerst dem Tier verfüttert wird, bevor der Mensch dann dessen Körper verspeist.

Wir stehen vor dem sechsten grossen Massensterben. Die Wirtschaft lässt uns glauben, dass unendliches Wachstum bei endlichen Ressourcen möglich ist. Wie soll das gehen? Sollte der Mensch als sogenannte Krone der Schöpfung nicht alles dafür tun, dass die Erde, seine eigene Lebensgrundlage, bewahrt wird? 

In der Hoffnung einen Diskurs über die Haltung des Menschen gegenüber den  sogenannten “Nutztieren”, der Umwelt und unseren Mitmenschen, anzuregen, haben wir uns auf das Stipendium beworben. Wir wünschen uns die Abwendung vom anthropozentristischen Fühlen, Denken und Handeln, hin zu einem holistischen Ansatz.

Wir freuen uns sehr über die Offenheit der Stiftung der Evangelischen Kirche des Kantons Zürich gegenüber diesen Themen und sind dankbar für die finanzielle Unterstützung und das damit geschenkte Vertrauen.

Durch diese gesprochenen finanziellen Mittel werden wir uns eine Stickmaschine anschaffen, uns auf dem Gebiet des Stickens ausbilden lassen und damit die Statements auf Stickereien ausweiten können. So haben wir die Möglichkeit auch Textilien zu fairändern, die nicht bedruckbar sind. 

Buchtipps

Kurt Remele, «Die Würde des Tieres ist unantastbar. Eine neue christliche Tierethik». Butzen Bercker, 2016.

Harari Yuval, «Eine kurze Geschichte der Menschheit», Pantheon, 2015.